Konrads, Cornelia - Bad Münder

Kategorie: Künstler
Ausstellung: kunst rundum (22.3.-22.4.2012)

Adresse
Cornelia Konrads, An der Aue 1, 31848 Bad Münder
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Vita  
Geboren am 14. Februar 1957 in Wuppertal 
Studium: Philosophie und Kulturwissenschaften 
Seit 1998 freischaffend Arbeitsschwerpunkte: 
Standortbezogene Skulpturen für Außen- und Innenräume, Objekte 

Zahlreiche Einladungen 
zu Ausstellungen und Skulpturenprojekten in Deutschland, Irland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Schweden, Italien, USA, Taiwan, Südkorea und Australien. 

Gaststipendien 
in Dänemark (2001), Japan (2005 und 2009) und Frankreich (2006) und USA (2012) 
Permanente Arbeiten im Öffentlichen Raum und für Skulpturenparks in Frankreich, Italien, Irland, USA, Japan und Australien  

Poetischer Widerstand
Zum Werk von Cornelia Konrads In den Jahren von 2002 bis 2006 tauchen im künstlerischen Werk von Cornelia Konrads Buchobjekte auf. Ihr kleines Format und ihr intimer, auf die Präsentation im Innenraumzielender Charakter unterscheidensie von den großen, als in-situ-Arbeitenden öffentlichen Raum besetzenden Werken der Künstlerin. Dennoch nehmen die Buchobjekte im Schaffen von Cornelia Konrads einen zentralen Platz ein. Sie ebnen den Weg zum Verständnis ihrer künstlerischen Biographie. Konrads hat Philosophie, Germanistik und Kulturwissenschaften studiert und erst relativ spät zur Existenz einer freischaffenden Künstlerin gefunden. Hinter der Ontologie der Buchobjekte verbirgt sich - so scheint es - ein exorzistischer Akt. Mit seiner Hilfe hat Konrads sich selbst das akademische Denken ausgetrieben, um die schöpferischen Kräfte des Unbewussten, Träumerischen und Surrealen, die Fähigkeiten des Quer- und Andersdenkensin sich zu wecken. […] Im »Tränenbuch« verwandelt die Luftfeuchtigkeit weiße Salzkristalle in kostbare Tränen, die uns daran erinnern, dass Schrift und Sprache nicht nur auf die Ratio, sondern ebenso sehr auf den Affekt zielen. Auch das »Staubbuch« negiert den konservativen Charakter der Schrift und thematisiertin einer Liturgie sich wiederholender Spiralen, was von uns bleibt, wenn das Leben zu Ende gegangen ist. […] Die Befragung und Hinterfragung der Realität, das Spiel mit Widersprüchen und Ambivalenzen, die Haltung des Sich-nicht-Abfindens mit dem, was ist, bestimmen auch das Werk mit dem hintersinnigen Titel »Still Life« aus dem Jahre 2004. Auf einer die artistischen Auflehnungen von Cornelia Konrads gegen eine allein aus Maß und Zahl heraus buchstabierte Welt. 
(Auszug aus dem Vorwort zum Katalog »Places«, 2007, Michael Stoeber)