Wintterlin, Götz - Freiburg

Kategorie: Künstler
Ausstellung: wirklich - nicht wirklich (3.5.-3.6.2012)

Adresse 
Götz Wintterlin, Galerie Pixxl, Rieselfeldallee 35, 79111 Freiburg, Tel. 0176 96199503
goetzwintterlin@web.de           

Vita
1946               geboren 
bis 1977          Studium der Architektur, Uni Stuttgart 
bis 1992           Arbeit in verschiedenen sozialen Projekten   
                        Arbeit in der Stadtplanung (Reutlingen und Tübingen) 
seit 1992         ebenso beim Baurechtsamt Freiburg 
seit  2006        eigene Fotogalerie in Freiburg-Rieselfeld: Galerie Pixxl 
seit 2009         Mitglied im BBK 

Ausstellungen
2003 Katholische Akademie Freiburg – 2004 Bürgeramt der Stadt Freiburg –  2005 Kunstkantine Riegel – 2005 Schlosskeller Emmendingen – 2005 Galerie Innenstadt, Lörrach – 2006 Gemeinschaftsausstellung Kunstkantine Riegel – 2008 Ev. Erwachsenenbildungsstätte Freiburg – 2009 Artraum Freiburg – 2010 Tramturm, Freiburg-Rieselfeld – 2010 Kirche Freiburg Rieselfeld Kunstprojekt "Mitten unter Euch" der Ev. Kirche in Baden – 2011 Kunstpalais Badenweiler – wechselnde Ausstellungen in der Galerie Pixxl

Hyperrealistische Fotografien (von Götz Wintterlin)
Hyperrealistische Fotografien sind Bilder von Momenten, in denen sich die Wirklichkeit selbst übertrifft; ein konzentrierter Zusammenklang von Objekten, Menschen und einmaligen Augenblicken mit einer Gesamtwirkung, die weit mehr sichtbar macht, als allein das fotografisch Abgebildete. 
Unsere Umgebung ist voll von Spuren des Verfalls und der Zerstörung. Natur, Landschaften, Städte, Gebäude, Gebrauchsgegenstände, Personen. Viele entdecken in diesen kaputten Szenerien reizvolle Motive, und eine verblüffende, unerwartete Ästhetik. Abfall, Dreck und Schrott verwandeln sie fotografisch in Kunstobjekte. Das Bild zeigt neue interessante Seiten der Objekte. 
Hyperrealistische Fotografie befreit sich von dieser Akzentuierung des Abbildens. Die Authentizität der Dinge ist kein Thema mehr. Das Objekt, das auf dem Bild zu sehen ist, interessiert letztlich nicht. Viel wichtiger ist, was beim Betrachter ausgelöst wird: Erinnerungen, Sehnsüchte, Stimmungen, Gefühle, Assoziationen ... Die künstlerische Absicht besteht darin, den Fotografien ihre gewohnte Abbild-Qualität zu nehmen zugunsten einer Verwendung als Zeichen, deren Bedeutung erst in der Interaktion mit dem jeweiligen Betrachter entsteht.
Dem entspricht mein Verfahren der Bildfindung. Meine Bilder sind nicht inszeniert, sondern entspringen dem Augenblick. Wenn mich, vorzugsweise auf Reisen, Situationen von unerwarteter Dichte förmlich anspringen, dann ist mein Interesse nicht das eines neutralen Beobachter, sondern eines Betroffenen, der eigene psychische Strukturen plötzlich in seiner Umwelt gespiegelt wiederfindet. Nur in solchen Momenten drücke ich auf den Auslöser. Alle Bilder zeigen autobiographische Elemente. In ihnen findet meine intensive Begegnung mit der eigenen Innenwelt statt .
Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen im Bereich von Abbruchszenarien und Industriebrachen, kommerziellen Schaufensterdekorationen, Kunst- und Architektur, Kulturlandschaften sowie Aufnahmen von Personen, die sich in ihrer Umgebung unter Aufgabe ihrer charakteristischen Merkmale quasi auflösen.
Die Bilder sind am Computer bearbeitete Tintenstrahldrucke von analog und digital aufgenommenen Originalmotiven. Sie sind oft echte Schnappschüsse und nicht durch Montagen, Doppelbelichtungen oder Verzerrungen entstanden. 
Die Werke werden überwiegend als großformatige Drucke auf Leinwand, Fotopapier oder Folie präsentiert. Der Druck mit lichtbeständigen, pigmentierten Tinten, die beidseitige Heißlaminierung (Versiegelung), die Kaschierung auf Kunststoffplatten und die hochwertige Rahmung oder rahmenlose, freischwebende Präsentation garantieren höchste Beständigkeit.