Leistungen und Konditionen des Kunstvereins Barsinghausen

(anstelle eines Vertrags mit den Künstlern, Stand: 1.2.2014)
Was der Verein von den Künstlern erwartet, finden Sie in den wichtigsten Punkten mit einem Strich markiert. 

Der Raum für Kunst in Barsinghausen

Der Kunstverein Barsinghausen verfügt über einen Raum mit 360 qm Ausstellungsfläche. Drei Außenwände bieten etwa 50 laufende Meter Hängefläche mit einer Höhe von 305 cm. Die vierte Seite ist eine großflächige Fensterwand. Als Stellwände lassen sich 20 Einheiten von 120 x 248 cm variabel kombinieren. Sie ergeben weitere 48 m für die Hängung. Hinzu kommt ein begehbarer (und ebenfalls im Raum verschiebbarer) Würfel mit der Kantenlänge 250 cm, der außen und innen je 10 m Hängefläche bietet. Das Innere des Würfels eignet sich auch für Projektionen. Wände, Stellwände und Würfel sind weiß gestrichen, der Betonfußboden grau; die Decke aus Holzpanelen ist zur Zeit noch holzfarben. 

Zur variabel einsetzbaren Beleuchtung dient ein Lichtschienensystem. Zur Präsentation kleinerer Objekte besitzt der Verein acht Podeste in unterschiedlicher Höhe. Objekte bis zu etwa 15 kg Gewicht können an beliebiger Stelle unter die Decke gehängt werden. 

Der Raum liegt am Ende eines Hofes zwischen einem Restaurant und dem zugehörigen großen Biergarten. Er befindet sich im ersten Stock über einer Kegelbahn und ist über eine Außentreppe von einer kleinen Terrasse aus zugänglich. Ein zweiter Zugang aus dem Restaurant ist kaum nutzbar und dient als zweiter Fluchtweg. Der Raum ist nicht barrierefrei.

Die Exponate werden über die Terrasse und die große Außentür (Öffnungsdiagonale 270 cm) in den Raum gebracht. 

Der Raum ist nicht heizbar, kann also nur von April bis Oktober genutzt werden. (Grundriss)

Zur Auswahl der Künstlerinnen und Künstler

Wir berücksichtigen Bewerbungen der Künstler/innen, Vorschläge von Galerien sowie Empfehlungen "unserer" Künstler/innen. Natürlich fragen auch wir bei Künstlerinnen und Künstlern an. 

Ein erster Gesichtspunkt der Auswahl ist die Qualität der Arbeiten, ein zweiter das Prinzip, in jedem Jahresprogramm überregionale und internationale Kunst zu zeigen. Hinzu kommt der Gesichtspunkt der Vielfalt des Gesamtprogramms in Hinblick auf die lokale und regionale Situation. Da wir jeweils mehrere Positionen unter einem Ausstellungsthema miteinander verbinden und uns dabei am Jahresthema (s.u.) orientieren, steht die Auswahl zudem unter der Frage: Wer passt unter welchem Thema zu wem? So wird die Auswahl zu einem komplizierten Prozess, der es mit sich bringt, dass die Künstlerinnen und Künstler, von denen wir überzeugt sind, nach einer ersten Kontaktnahme gegebenenfalls erst zwei oder drei Jahre später "ins Programm passen". 

Die Ausstellungen

Je Saison richten wir in der Regel vier Ausstellungen von etwa 4 Wochen Dauer ein, weitestgehend außerhalb der örtlichen Schulferien. Seit einigen Jahren stellen wir das jeweilige Jahresprogramm unter ein verbindendes Thema: 2012 "Stadt und Land und dazwischen", 2013 "Lebenswelten - Kunstwelten", 2014 "Generationen".

Geöffnet sind die Ausstellungen zur Zeit donnerstags von 19-21 Uhr und samstags sowie sonntags von 11-18 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Die Aufsicht wird von Mitgliedern des Vereins geführt. Unterstützung durch die Künstler ist erwünscht. 

Die Ausstellungseröffnungen gestalten wir nach Rücksprache mit den Künstlern (Einführungsredner, Musik). Im Durchschnitt können wir dazu mit hundert Besuchern aus Barsinghausen, der Region und Hannover rechnen. Tendenz steigend.  

Öffentliche Führungen werden donnerstags ab 19 Uhr in der Regel von Mitgliedern des erweiterten Vortands angeboten. Absprache anderer Öffnungs- und Führungstermine ist für Gruppen und Einzelpersonen möglich. 

Ein Künstlergespräch gehört zu jeder Ausstellung. Wir setzen es gern in der Mitte der Ausstellungszeit an oder verbinden Sie mit der Finissage. Weitere Rahmenveranstaltungen können sich aus der Thematik einer Ausstellung ergeben.

Die Kataloge 

Ein kleiner Katalog (17,5 x 15,5 cm, etwa 36 Seiten) wird auf Kosten des Vereins möglichst zu jeder Ausstellung gedruckt. Nach der Ausstellung erhalten die Künstler mindestens 50 Restexemplare. Zwei Beispiele: KorrespondenzenMalereigerät.

Finanzierung und Kunstverkauf

Finanziert werden die Ausstellungen je nach Gegebenheiten, etwa durch Zuwendungen des Landes Niedersachsen, der Stadt Barsinghausen oder von Stiftungen oder anderen Förderern. Das heißt, dass der Verein zu seinen Ausstellungen mehrere Förderanträge zu stellen hat (in der Regel bis Oktober des Vorjahres) und dass er dabei an die unterschiedlichen Förderrichtlinien gebunden ist. 

Die Eigenleistungen des Vorstands und der Mitglieder des Vereins kommen hinzu, die zur Zeit noch ausschließlich ehrenamtlich erbracht werden. 

Wird aufgrund einer Ausstellung des Vereins ein Werk verkauft, erhält der Verein 20 % des Verkaufspreises. "Aufgrund einer Ausstellung" heißt, dass aus der Ausstellung heraus verkauft wird oder Besucher der Ausstellung innerhalb von 8 Wochen nach der Ausstellung sich für ein Werk der Ausstellung entscheiden. Entsprechendes gilt für in Kommission übernommene eigene Kataloge oder Postkarten etc. der Künstler. 

Außerdem bitten wir die Künstler um ein kleineres Werk für unser Angebot von Jahresgaben

Die Versicherung für Transporte und Ausstellungen übernimmt der Verein. Die Transporte der Arbeiten müssen jeweils nach den Umständen abgesprochen und organisiert werden. Teure Spezialtransporte haben wir uns bisher nicht leisten können. 

Die Reisekosten der Künstler übernehmen in der Regel die Künstler selbst, es sei denn dass sie im Kostenplan des Projekts aufgeführt werden konnten. Bei mehrtägigen Aufenthalten in Barsinghausen bieten wir den Künstlern Unterkunft bei Vereinsmitgliedern an.

Vorbereitung der Ausstellungen

Die Auswahl der Künstler wird vom Vorstand und der Kuratorin des Vereins getroffen. Dabei sind Fördermöglichkeiten, thematische Bezüge und situative Bedingungen zu berücksichtigen. Aufgrund der Größe des Raumes für Kunst und zur Belebung der Ausstellungen bevorzugen wir die gleichzeitige Präsentation von zwei oder mehreren Künstlern. 

Die Auswahl der Exponate nimmt die Kuratorin in Absprache mit den Künstlern und dem Vorstand vor, möglichst schon bei Atelierbesuchen, wenn nicht anders möglich auch anhand von Fotos. 

Das Konzept der Ausstellung entwickelt die Kuratorin im Gespräch mit den Künstlern und aus der Anschauung der Arbeiten, die endgültige Hängung dann nach dem Auspacken und Aufstellen im Raum. In der Regel geschieht dies einvernehmlich; sollte dies einmal nicht gelingen, hat unsere Kuratorin das letzte Wort. Grundsatz: Die Künstler stellen die Exponate, der Kunstverein ist als Veranstalter verantwortlich für deren bestmögliche Präsentation.

Bei der Einrichtung des Raums, der Hängung und der Ausleuchtung unterstützen wir die Künstler mit geübten Helfern und dem notwendige Material. In der Regel veranschlagen wir für die Hängung drei Tage. (Abgehängt wird meistens unmittelbar nach der Finissage und/oder am Folgetag.)

Die Beschilderung der Exponate und Erstellung der Preisliste übernimmt in der Regel der Verein. Dazu benötigt er ein genaues Werkverzeichnis nach seinen Vorgaben (möglichst als Excel-Datei). 

Zur Vorbereitung des Katalogs benötigen wir spätestens 8 Wochen vor der Ausstellungseröffnung eine kurzgefasste Vita und Ausstellungsübersicht sowie ein Porträtfoto der Künstler, ebenso – soweit sie nicht von unserem Layouter selbst aufgenommen werden können – hochauflösende Fotos (300 dpi) ausgewählter Exponate mit den zugehörigen Angaben wie im Werkverzeichnis. 

Öffentlichkeitsarbeit und Veröffentlichungen

Einladungskarten bzw. Flyer (2.000 Stück), Plakate, Ausstellungshinweise per Internet und Einladungen per E-Mail (zur Zeit ca. 600 Adressen) werden vom Verein in einheitlichem Design und mit den pflichtgemäßen Hinweisen auf die Förderer gestaltet und in der Region Hannover verbreitet. 

In Eigenwerbung der Künstler bitten wir dieses Design, die Nennung der Förderer und die korrekten Angaben des Vereins als Veranstalter zu übernehmen. 

In der Regionalpresse wird durch Vorberichte und begleitende Artikel umfangreich geworben. Außerdem haben wir uns in die überregional und  kostenlos verbreitete Broschüre „Kunstplan Hannover“ eingekauft, in der vierteljährlich die Ausstellungen aller beteiligten Galerien, Kunstvereine und Museen angekündigt werden. Natürlich nutzen wir auch verschiedene Programmzeitschriften und einschlägige Internetplattformen. 

Kunstvermittlung

Der Anteil besonderer Kunstvermittlungsprojekte hat sich in den letzten Jahren erhöht: Workshops in den Schulen oder mit Erwachsenen, öffentliche Prozesse, Vorträge etc. Soweit möglich und gewünscht beziehen wir die Künstlerinnen und Künstler in diesen Prozess mit ein. Wir bitten sie frühzeitig um eigene Ideen und Vorschläge dazu. 

Für 2014 haben sich die Förderrichtlinien des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur erneut geändert. Mehr dazu in den neuen Förderrichtlinien

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